EROC 2019 – Der RDD ist dabei!

Die EROC ist zurück und Berlin freut sich auf Euch – vom 31. Januar bis 3. Februar in Berlin!

Was ist EROC?

Die European Roller Derby Organizational Conference (EROC) fand das erste Mal im Jahr 2009 statt, um europäischen Roller Derby Ligen eine Möglichkeit zu geben, zusammen zu kommen und an Themen zu arbeiten, die sie am meisten betreffen, und Visionen, Vorsätze und Wissen zu teilen. Seit der Gründung wuchs und erneuerte sich EROC kontinuierlich. EROC 2019 wird in dieser Tradition anknüpfen, um Europäisches Roller Derby gemeinsam zu gestalten.

Neben Diskussionsrunden, Workshops und inhaltlichen Sessions gibt EROC 2019 auch Gelegenheit zu skaten: Neben einer Roller Disco Night und einem Scrimmage gibt es dieses Jahr auch eine Chicks in Bowls Session!

Die Speaker und Workshopleiter*innen sind:

MAE DAE FROM DERBY WITHOUT BORDERS ; CRAZYLEGS ; DORK MISTRESS ; MADDIE MUNCHKIN ; SPEEDY CONVALESCE ; STRANGE EDGE ; MICHAEL WATSON ; PERNILLA HELLAN ; MASCHA PAUELSEN ; MAURINE FILIP ; ICEMAN ; JENS HÖTGER ; ASSAULT N. PEPA AND DYKE FIGHT ; SHIRAN HABEKOST ; BAIL-OUT ; SMIRKCULES ; CATHERINE BEAT-HER BONEZ ; DOTTIE DAMAGE ; HYDRA ; THE WOMEN’S FLAT TRACK DERBY ASSOCIATION (WFTDA) ; MEW AND BAEMSHI; ; BARNEY TRUBBLE ; SAM SKIPSEY.

Das komplette Programm findet ihr hier.

Die Spielleitung des RDD ist ebenfalls mit einer Session vertreten: Speedy Convalesce, Maddie Munchkin und Strange Edge halten am Donnerstag einen Workshop zum Thema „National Championship Organization: Ideas, Exchanges, Best Practices“ und freuen sich über rege Beteiligung und Austausch. 
Auch ansonsten freut sich der RDD Vorstand über Gespräche und Austausch und steht für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Registriert Euch jetzt über das Anmeldeformular.

In einigen Landesverbänden ist es übrigens möglich, sich die Fahrtkosten und/oder Teilnahmegebühr an der EROC erstatten zu lassen. Fragt bei Euren Landesvertreter*innen nach!

Bear City Roller Derby freut sich sehr darauf, Euch in Berlin Willkommen zu heißen und gemeinsam mit Euch EROC 2019 zu einem tollen Erlebnis zu machen!

Stellungnahme zu einem anynomen Schreiben an den DRIV

Hallo liebes Mitglied, und auch alle anderen Interessierten,

leider hatte der folgende Brief keinen Absender, weshalb wir uns nun mit dieser Stellungnahme öffentlich an unsere Mitglieder wenden.
Zunächst sei gesagt: Der RDD operiert nicht hinter verschlossenen Türen, grundsätzlich kann sich jede*r mit Fragen an die Mitglieder des Vorstands oder auch an die jeweiligen Landesvertreter*innen wenden. So solltet Ihr jederzeit an alle Informationen kommen. Es gibt sowohl Protokolle der RDD Sitzungen auf Bundesebene, als auch eine Budgetplanung, die Ihr anfordern könnt. Wir möchten an dieser Stelle auf die Fragen bzw. offenen Punkte im obigen Schreiben eingehen.

Vom RDD veranstaltete Lehrgänge und Übernahme von Kosten:

RDD Mitgliedsvereine, die einen Officials-Lehrgang veranstalten, können diesen beim RDD anmelden. Entsprechen die Inhalte den Vorgaben, die von den RDD Officials ausgearbeitet wurden, wird der Lehrgang vom RDD anerkannt. Aus dem jährlichen Budget werden die Gebühren dieser Lehrgänge für alle RDD Mitglieder erstattet, die einen Antrag stellen (1x alle zwei Jahre NSO und SO). Das wird bei allen Lehrgängen kommuniziert und die Veranstaltungen werden damit beworben.
Um Officials-Bootcamps und -Lehrgänge noch interessanter zu machen und um den hiesigen Officials weitere Kosten zu ersparen, gibt es die Möglichkeit, solche Lehrgänge von der WFTDA anerkennen zu lassen (recognized). So haben diese einen ähnlichen Stellenwert wie von der WFTDA selbst ausgerichtete Lehrgänge, jedoch mit dem Vorteil, dass sie hier stattfinden und unsere Officials nicht extra ins Ausland reisen müssen.

Von der WFTDA veranstaltete Lehrgänge:

WFTDA und RDD sind unabhängige Organisationen. Für den RDD Spielbetrieb nutzen wir die Regeln und Regularien der WFTDA um einheitliche Standards zu gewährleisten. WFTDA ist eine weltweit agierende Organisation, die ihre eigenen Clinics plant und ein anderes Finanzierungsmodell verfolgt. Deshalb sind aktuell von der WFTDA veranstaltete Lehrgänge nicht Teil der RDD Förderung – im Gegensatz zu WFTDA Recognized Clinics, die von RDD Leagues veranstaltet werden.

Kooperationsvertrag mit WFTDA:

Ja, der RDD arbeitet mit der WFTDA zusammen, um einheitliche Rahmenbedingungen für Roller Derby weltweit zu etablieren.

FIRS ist ein Weltverband, der in Konkurrenz zur WFTDA steht. Der RDD als nationaler Verband hat sich für die Zusammenarbeit mit der WFTDA entschieden, weil unsere Sportler*innen das undemokratische Modell und Regelwerk des FIRS Roller Derby nicht gut finden. Deshalb nehmen wir an den Veranstaltungen der FIRS nicht Teil und unterstützen diese auch nicht. Der RDD steht in keinerlei Abhängigkeit zur FIRS. Die anderen Sportarten des DRIV sind aber, aus Mangel an Alternativen, der FIRS unterworfen um an deren Wettkämpfen teilnehmen zu können.

Unsere Nationalteams nehmen an den World Cups teil, die von der weltweiten Roller Derby Community organisiert werden. Andere europäische nationale Dachverbände (z.B.: Frankreich, Schweden, Finnland, UK) handhaben dies ebenso.
Alle Kooperationen und Nicht-Kooperationen werden demokratisch bei den Sitzungen der RDD Sportkommission abgestimmt. Die Vertreter*innen der Sportkommission sind angehalten, die Meinungen der Vereine in ihrem Bundesland abzufragen.

Budget:

Unser Budget setzt sich aus folgenden Einnahmen zusammen:

  • pro Mitglied der Sparte Roller Derby bekommt der RDD ca. 5,50 EU vom DRIV
  • 100 EU Startgebühr pro Bundesliga-Team
  • Strafen der Bundesliga
  • zweckgebundene Einnahmen, z.B. Sponsoring für die Nationalteams

Dazu im Vergleich ein Überblick über die bisherigen Ausgaben für 2018:

  • Nationalteams (unabhängig vom Sponsoring): ca. 5000 EU
  • Unterstützung für Schiedsrichter, die an einer der Weltmeisterschaften teilgenommen haben: ca. 4000 EU
  • Officials Lehrgänge: ca. 1000 EU, weitere Workshops folgen

Für eine genauere Auflistung, z.B. auch über Ausgaben im Rahmen der Bundesliga, bitte die Budgetplanung anfordern – dies würde hier den Rahmen sprengen.

Wir hoffen, dass wir auf diese Weise die klärungsbedürftigen Punkte beantworten konnten und stehen für weitere Anfragen jederzeit zur Verfügung. Kontaktdaten wären allerdings für eine Antwort hilfreich.

 

Der RDD Vorstand

WFTDA und RDD veröffentlichen Regelübersetzung

WFTDA und Roller Derby Deutschland arbeiten bei der ersten Übersetzung der Flat Track Roller Derby Regeln in geschlechtersensibler Sprache zusammen

Die Women’s Flat Track Derby Association (WFTDA) und Roller Derby Deutschland haben die deutsche Übersetzung der Flat Track Roller Derby Regeln in der Ausgabe vom 1. Dezember 2017 veröffentlicht. Diese Veröffentlichung ist die erste, die in Zusammenarbeit mit Roller Derby Deutschland (RDD) entstanden ist, sowie die erste in einer geschlechtersensiblen Sprachvariante der Regeln auf Deutsch.

Roller Derby Deutschland und das WFTDA Übersetzungs-Team geben zur Veröffentlichung folgendes Statement ab:

„Roller Derby ist ein offener und ‚bunter‘ Sport, zu welchem sich die unterschiedlichsten Menschen zugehörig fühlen. Die WFTDA schätzt diesen Aspekt des Sports und erachtet es für wichtig, die Vielfalt im Roller Derby sichtbar zu machen, sowie alle Beteiligten zu berücksichtigen. Deswegen wurde der folgende Text in eine geschlechtersensible Sprachvariante übersetzt. Die im Deutschen häufig verwendete Form des generischen Maskulinums führt, trotz vermeintlicher Geschlechtsneutralität, dazu, dass Leser*innen sich zumeist nur männliche Akteure vorstellen und spiegelt somit nicht die Realität im Roller Derby wieder. Das hier verwendete ‚Gender-Sternchen‘ verweist auf Personen, welche sich nicht in binäre Geschlechterkategorien (Mann/Frau) einordnen wollen oder können. Die Schreibweise mag für ungeübte Leser*innen anfangs ungewohnt sein, erlaubt aber, möglichst viele der beteiligten Personen angemessen anzusprechen. Die Offenheit gegenüber menschlicher Vielfalt und deren Wertschätzung machen Roller Derby so besonders und heben es von vielen anderen Sportarten ab. Umso wichtiger ist es, dies auch im Schriftbild zu berücksichtigen.“

Die deutsche Version der Flat Track Roller Derby Regeln ist als PDF verfügbar.

 

WFTDA and Roller Derby Deutschland collaborate on the release of the first gender-sensitive German translation of The Rules of Flat Track Roller Derby

The Women’s Flat Track Derby Association (WFTDA) and Roller Derby Deutschland released the German translation of the December 1, 2017 Rules of Flat Track Roller Derby. This release is the first collaboration between WFTDA and Roller Derby Deutschland and the first gender-sensitive version of the German rules.

Roller Derby Deutschland and the WFTDA translation team released the following statement with the Rules:

“Roller derby is an open and ‚colorful‘ sport to which a wide variety of people feel associated. The WFTDA appreciates this aspect of the sport and considers it important to highlight the diversity in Roller Derby and to consider all participants. That is why the following text has been translated into a gender-sensitive language variant. Despite the alleged gender neutrality, the generic masculine form commonly used in German leads readers to imagine only male actors and thus does not reflect the reality of Roller Derby. The ‚gender asterisk‘ used here, refers to persons who do not want or are unable to place themselves in binary gender categories (man / woman). The spelling may initially be unfamiliar to inexperienced readers, but offers the opportunity to address as many of the people involved as possible. The openness to and appreciation of human diversity make Roller Derby so special and sets it apart from many other sports. It is all the more important to take this into account in the typeface as well.”

The German version of The Rules of Flat Track Roller Derby is available in a PDF format.

Team Germany (Frauen) in Cardiff auf dem 3. Platz

Es gibt Neuigkeiten von Team Germany: Die Frauen haben sich erfolgreich auf einem europäischen Turnier behauptet, haben einen Merch-Shop am Start, der Charter für die Weltmeisterschaft steht und einen neuen Sponsor gibt’s auch. Aber der Reihe nach…

…am 02. und 03. Dezember trat Team G beim „Road to Manchester“ Turnier in Cardiff gegen Norwegen, Dänemark, Irland, Schottland und die Gastgeber Wales an. Um jedem Team möglichst viel Zeit auf dem Track gegen unterschiedliche Gegner*innen geben zu können, dauerte ein Spiel nur 40 Minuten. Mit klaren Siegen gegen Irland (51:151) und Norwegen (129:193) und den drei knappesten Niederlagen des Turniers gegen Wales (124:114), Dänemark (99:91) und WM-Gegner*innen Schottland (133:125) konnten die Damen sich den 3. Platz im Turnier sichern. Team G wuchs am Wochenende als Mannschaft zusammen, meisterte stressige Situationen und kam an Grenzen – konnte aber auch zeigen, dass mit diesem Team zu rechnen ist!

…da sich die Kosten für Trainings, Reisen, Trikots und Material natürlich nicht von alleine zahlen, braucht Team G deine Unterstützung. Mit eurer Spende oder dem Kauf einer der fabulösen Fundraising-Artikel sorgt ihr dafür, dass Team G nach dem World Cup 2018 in Manchester nicht vollkommen pleite ist – und habt auch noch eine Menge Spaß dabei! Im Merch-Shop gibt’s nicht nur coole Shirts oder „Roller Derby World Cups“, sondern auch eine Fundraising Kampagne mit ziemlich coolen Perks! Angucken!

…wie unschwer auf dem Bild erkennbar: Der Charter für den World Cup 2018 in Manchester steht. 1000 Dank an alle, die zu den Try Outs kamen, die im Kader sind, die mit Team G trainiert und gearbeitet haben! <3

Me Luna konnte als neuer Sponsor gewonnen werden. Unter dem Motto „Weil jede Frau anders ist“ stellt Me Luna Menstruationstassen in verschiedenen Größen, Farben, Längen oder Festigkeiten her. Im Gegensatz zu Tampons oder Binden sind Menstruationstassen jahrelang benutzbar, praktisch und umweltfreundlich. Wir freuen uns sehr über die Kooperation und hoffen, damit auch das Thema Menstruation und weibliche Hygiene ein wenig mehr aus der Versenkung holen zu können!

Entwicklung von Roller Derby in Deutschland

Seit dem Beginn der Bestandserhebung durch den DRIV 2014 kann Roller Derby Deutschland ein stetiges Mitgliederwachstum verzeichnen. Roller Derby Deutschland ist von 918 Mitglieder*innen im Jahr 2014 auf 1384 Mitglieder*innen im Jahr 2017 gewachsen.

Im Jahr 2017 befinden sich zwei Drittel aller Mitglieder*innen in der Altersklasse zwischen 27 und 40 Jahren, 86 Mitglieder*innen sind über 40 Jahre alt und 23 Mitglieder unter 18 Jahren. Mit dem Wachstum von Junior Derby in Deutschland dürfte sich aber insbesondere die Altersklasse der unter 18-Jährigen zahlenmäßig verändern.

Bayern stellt derzeit mit 213 Mitglieder*innen den größten Landesverband, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Berlin.

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* Keine Mitglieder*innen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Sachsen-Anhalt.

** Rheinland Pfalz: Zahlen für 2014 und 2015 aus ERV und RIV, seit 2016 nur RIV.