Unsere höchste Priorität ist es, uns weiterhin für die Sichtbarkeit und Inklusion von marginalisierten Gruppen einzusetzen und dabei aktiv als unterstützende Ally zu handeln (Stichwort Allyship & eigene Privilegien). Dabei ist es uns auch wichtig, den Teams und Ligen mit Fachwissen zu Themen rund um Diversität und Inklusion zur Seite zu stehen.
Viele unserer Projekte und Initiativen befinden sich noch in der Entwicklung oder im Ausbau, und wir würden uns freuen, diese im Bereich Diversität und Inklusion weiter voranzutreiben. Zudem gibt es einige größere Themen, die aufgrund begrenzter Kapazitäten bislang noch nicht angegangen wurden, wie etwa die Entwicklung eines RDD Code of Conduct und die Klärung der Zusammenarbeit mit der NADA. Diese Aufgaben und mehr möchten wir in einer weiteren Amtszeit angehen.
Durch die Vernetzung und den Austausch mit verschiedenen Menschen und Teams aus der Roller Derby Community haben wir einerseits erkannt, wo noch Lücken bestehen, andererseits aber auch gesehen, wie viele großartige Ideen, Projekte und Möglichkeiten entstehen, wenn wir den Dialog zu diesen Themen suchen. Genau diese Weiterentwicklung des Austauschs und der Zusammenarbeit halten wir für entscheidend für die Zukunft.
Unsere Pläne:
- Vorfallsmeldungen einfacher zugänglich machen und dazu ein System erarbeiten um Vorfälle zu bearbeiten, zu dokumentieren und zu klären
- Code of Conduct für den RDD erarbeiten mit Glossar
- Gespräche mit der NADA wegen Antidopingrichtlinien
- weitere Workshops zum Thema gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Prävention von sexualisierter Gewalt
Unser Grundverständnis:
Roller Derby kann ein sportlicher Raum sein, der Empowerment fördert. Allerdings gibt es grundlegende Voraussetzungen, die den Zugang erschweren, wie etwa die Finanzierung von Ausrüstung und die Trainingsgestaltung, die oft auf bestimmte Körperformen ausgerichtet ist. Zudem ist Roller Derby nicht isoliert, sondern ein Teil der Gesellschaft, die immer noch von gruppenbezogener Diskriminierung geprägt ist – sei es durch Rassismus, Sexismus, Trans- und Queerfeindlichkeit, Klassismus, Ableismus und vieles mehr.
Deshalb sollten wir uns fragen, wie inklusiv wir als Sportart und Community wirklich sind und welche Schritte wir gemeinsam unternehmen können, um aktiv inklusiver zu werden. Im Vergleich zu anderen Sportarten hat die Roller Derby Community bereits Fortschritte gemacht, doch es gibt weiterhin Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Was immer schon so gemacht wurde, wird oft als richtig angesehen. Durch die Macht der Gewohnheit und selektive Wahrnehmung kann es schwierig sein, Diversität und Inklusion zu fördern. Um nicht nur einen Haken hinter ein Thema zu setzen, sondern tatsächlich Veränderungen anzustoßen, müssen wir Grundlagen wie Bedarfsanalysen und die Entwicklung geeigneter Konzepte erarbeiten. Zusammen können wir Analysen, Konzepte, Programme und Workshops gestalten und im Bedarfsfall auch Expert*innen hinzuziehen.